Fragile Code
Dee lebt in einer Stadt, in der Magie registriert, Technologie überwacht und Abweichung nicht geduldet wird. Doch ihr eigener Resonanzwert passt in keine Kategorie. Und als ihr Holocast beginnt, auf Dinge zu reagieren, die niemand sonst sehen kann, wird aus einem Fehler im System eine Gefahr.
Sie passt nicht ins System.
Dee ist neunzehn, chaotisch, schlagfertig und eigentlich nur damit beschäftigt, ihren Alltag irgendwie zusammenzuhalten. Doch jedes Gerät in ihrer Nähe reagiert anders. Holocasts flackern. Terminals brechen ab. Systeme erkennen sie nicht richtig.
Was für andere wie eine technische Macke wirkt, ist für Dee längst mehr als das. Sie ist nicht Clear. Sie ist nicht eindeutig klassifiziert. Und sie ist vielleicht genau das, was AURA nicht berechnen kann.
Die Welt ist stabil. Angeblich.
Nach einer Reihe unkontrollierter magischer Vorfälle wurde AURA geschaffen, um Ordnung zu sichern. Fähigkeiten werden getestet, registriert und überwacht. Für die meisten Menschen klingt das vernünftig. Für Dee wird es zum Problem.
Kontrolle als Sicherheit
Eine Behörde, die schützt, sortiert und entscheidet, wer als stabil gilt.
Resonanzvariabel
Kein klarer Wert, keine eindeutige Klasse, kein sicherer Platz im System.
Technik, die reagiert
Wenn Dee gestresst ist, flackert mehr als nur ihr Display.
Technologie, die auf sie reagiert.
Der Holocast ist Interface, Ausweis, Nachrichtenzentrale und Alltagstool. Für die meisten funktioniert er einfach. Bei Dee wird er zum Warnsignal.
Er flackert, wenn sie unter Druck gerät. Er zeigt Nachrichten nicht richtig an. Und manchmal scheint er mehr über sie zu wissen, als sie selbst.
Sie sollte nur unauffällig bleiben.
Aber unauffällig ist schwierig, wenn elektronische Systeme in deiner Nähe aussetzen, fremde Muster auf deinem Display erscheinen und jemand deine Akte liest, bevor du selbst verstehst, was darin steht.
Fragile Code ist der Auftakt einer dystopischen Sci-Fi-Fantasy-Serie über Kontrolle, Identität und die Frage, ob ein perfektes System überhaupt noch menschlich sein kann.
Leseprobe lesenÜber die Autorin
Natalie Rode lebt und arbeitet am Niederrhein, wo sie in ihrem Atelier Figuren erschafft und Geschichten entwickelt.
Ihre kreative Arbeit bewegt sich zwischen Handwerk und Erzählkunst. Beides verbindet sie durch ein feines Gespür für Details, Atmosphäre und Emotion.
Sie veröffentlicht ihre Romane unter ihrem Mädchennamen „Rode“. Schon früh galt ihr Interesse Welten, die leicht aus dem Gleichgewicht geraten. Geschichten, in denen Systeme logisch wirken, bis kleine Abweichungen alles verändern. Diese Faszination prägt auch ihr Schreiben.
Neben ihrer Arbeit als Puppenmacherin unter dem Label „RosaMinze“ entwickelt sie eigene Designs und Inhalte rund um kreatives Arbeiten. Das Erzählen bleibt dabei ein fester Bestandteil ihres Alltags.
Über die Autorin